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Borin

» Orte

(mit Boriner Mühle)

Amtsgericht und Finanzamt Greifenhagen, Post, Amtsbezirk und Standesamt Borin, Schule und ev.-luth. Kirche.

Lage:

Das Gemeindegebiet von Borin ist sehr stark zerfurcht. Im Westen bildet das Thuetal die Gemeindegrenze. Von Norden nach Süden führte durch das Gebiet die Kleinbahn von Greifenhagen nach Wildenbruch mit einer Haltestelle, nördlich vom Ort. Ein kleiner Bach verbindet den Großen Aalsee (33,4 m über NN, knapp 12 ha groß), den kleinen Aalsee (2 m tief, 0,77 ha) mit dem Großen See (31,7 m über NN, 28,5 ha groß) mit der Thue. Von Osten mündet in den Großen See der Bekgraben, der das Kienbruch von Langenhagen entwässert. Der Steinberg mit 54,8 m, der Hopfenberg mit 55,6 m und der Kühlerberg mit 57,5 m bilden einen Ring um das Dorf und im Westen verhindern die Mühlenberge eine freie Sicht vom Dorf auf die Boriner Mühle.

Geschichte:


1259 kam Borin zum Kloster Kolbatz. Durch archäologische Funde ist eine frühe Besiedlung schon im 9. Jahrhundert nachweisbar. Zwar wird Borin in häufigen Grenzbeschreibungen erwähnt, zur Geschichte des Dorfes erfahren wir jedoch wenig. Die an der Thue liegende Boriner Wassermühle wird bereits in einem Inventar des Kloster Kolbatz 1348 genannt. 1779 war hier auch ein Sägewerk vorhanden. 1792 ist das Dorf mit Schule und Kirche durch einen Großbrand weitgehend zerstört worden.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 35 m über NN.
Zahl der Haushaltungen: 138
Einwohner: 493
- davon männlich 249
- davon unter 6 Jahren 51
- davon 6 - 14 Jahre 60
- davon 14 - 65 Jahre 314
- davon über 65 Jahre 68
nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 338
- Industrie und Handwerk 80
- Handel und Verkehr 15
nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 97
- mithelfende Familienangehörige 137
- Beamte und Angestellte 17
- Arbeiter 196
Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 30
- 5,0 ha - 10,0 ha 5
- 10,0 ha - 20,0 ha 11
- 20,0 ha - 100,0 ha 24
- über 100,0 ha 1
Gemeindefläche in Hektar 1.439
Gemeinde-Hektarsatz in DM 780

Kirche:

Die Findlingskirche wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut. Am Mauerwerk ist noch heute erkennbar, wo einst die Sakristei gestanden hat. Die Gewände der Fenster sind dreifach abgetreppt. Es ist nicht gesichert, ob die tiefen Blenden im Ostgiebel ursprünglich sind. Der Fachwerkturm steigt seit dem 19. Jahrhundert aus dem Dach empor und ist erhalten.

Gewerbe:

Kleingewerbe zur Grundversorgung und Handwerksbetriebe waren vorhanden.

Bauten:

keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A.2 Berghaus
→A.5 Brüggemann

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