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Dobberphul

» Orte

(mit Forsthaus Buchenhain und Pflanzgarten)

Amtsgericht und Finanzamt Greifenhagen, Post Neumark, Amtsbezirk Mühlenbeck, Standesamt Kolbatz, Schule und ev. Kirche.

Lage:


Auf drei Seiten von der Buchheide umschlossen liegt das Gemeindegebiet auf einer Höhe zwischen 85 und 102 m. Warsower Höhe und Buchheide sind geologisch betrachtet eine Einheit und als stark gegliederte Gebiete als Staumoränen zu betrachten. Nur Kolow und Dobberphul blieben von dem ursprünglich nicht bewaldeten Gebiet als Siedlungsorte übrig.

Geschichte:


Den Namen Dobberphul deuten Haas und Rose mit "Gutfeld" von dobr(u) = gut und pol(j)e = Feld. Zur Geschichte liegen keine verwertbaren Erkenntnisse vor, denn zahlreiche Autoren haben die Orte Dobberphul im Kreise Pyritz und im Kreise Greifenhagen verwechselt. Somit lässt sich nicht einmal zweifelsfrei das Jahr der ersten Erwähnung nennen. Nach Wehrmann kam Dobberphul vor 1255 an Kolbatz und wird im PUB (Pommersches Urkundenbuch) II, 608, S. 21 und 1000, S. 297 erstmals erwähnt. Dieser Aussage schließt sich auch Lemcke an, nennt aber als Quelle das PUB, I 181. Hoogeweg kommt zu einem anderen Datum. Da er aber in seiner Betrachtung die bei Wehrmann und Lemcke erwähnten Urkunden nicht nennt, muss angenommen werden, Hoogeweg hat diese Erwähnungen ganz einfach übersehen.

Statistische Daten:

Höhenlage: zwischen 90 und 95 m über NN.
Zahl der Haushaltungen: 64
Einwohner: 267
- davon männlich 130
- davon unter 6 Jahren 40
- davon 6 - 14 Jahre 50
- davon 14 - 65 Jahre 149
- davon über 65 Jahre 28
nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 187
- Industrie und Handwerk 20
- Handel und Verkehr 10
nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 68
- mithelfende Familienangehörige 72
- Beamte und Angestellte 11
- Arbeiter 89
Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 13
- 5,0 ha - 10,0 ha 1
- 10,0 ha - 20,0 ha 16
- 20,0 ha - 100,0 ha 8
- über 100,0 ha 0
Gemeindefläche in Hektar 403
Gemeinde-Hektarsatz in DM 630

Kirche:


Von der Vorgängerkirche ist nichts bekannt, lediglich die Glocken mit den Jahreszahlen 1664 und 1708 sind ein Hinweis auf die alte Kirche. Die heutige Kirche wurde 1862/63 erbaut unter Verwendung von alten behauenen Findlingen (Granitblöcken) und modernen Ziegeln. Eine fünfseitige Absis wurde angefügt. Der obere Teil des Kirchturms ist ganz aus Backsteinen. Die hohe Laterne wurde im 2. Weltkrieg beschädigt und der wiederhergestellte Turm hat heute eine einfachere Spitze. Von den Pachteinnahmen der Ländereien der Kirchengemeinde wurden die Erhaltungsaufwendungen bestritten.

Gewerbe:

kein Gewerbe vorhanden

Bauten:

keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A.2 Berghaus
→A.5 Brüggemann

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